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“…wir schießen Ihnen einfach in den Kopf, dann rennen die anderen schon…”

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MALEFIZ
 
Spiele im Kalten Krieg: Eine besonderes Stück unserer Sammlung ist das Malefiz von Jörn. Doch nicht allein das aus Sperrholz gefertigte Spiel fesselte uns, sondern auch seine Hintergrundgeschichte. Er fertigte das Spiel als Soldat in der Wendezeit und verbindet damit eine aufregende Erinnerung. Das Interview mit Jörn – und andere Spiele die bei der NVA gebastelt wurden – veranlassten uns, dem Thema “Krieg & Spiel” ein eigenes Kapitel in unserem Buch zu widmen.

Spiele mit Grips und Glück

NAHCGEMACHT - Spielekopien aus der DDR: Spiele mit Grips und Glück
GLÜCKSHAUS, MALEFIZ

Nicht alle Nachbauten unserer Sammlung sind Kopien von komplexen Spielen. Die Spiele der DDR waren meist recht einfach gehalten: Kleiner Umfang der Spielmaterialien und einfaches Regelwerk. So wundert es nicht, dass die meisten selbstgemachten Spiele genau das boten, was fehlte: Strategie und Taktik. Doch auch Brettspiele bei denen eher Glück gefragt war, wurden hergestellt.

Kopieren als Handwerk

NACHGEMACHT - Spielekopien aus der DDR: Kopieren als Handwerk - Malefiz

MALEFIZ

Am Donnerstag eröffnet unsere zweite Ausstellung. Dieses Mal können nachgemachte Spiele aller Art in Dresden bestaunt werden. Ab 1.11. zeigt die Johannstadthalle uns als Sonderausstellung mit bekannten und bisher noch nicht gezeigten Exponaten, wie dem Malefiz von Torsten Jupe.

Die Mauer muss weg. Die Mauer muss weg.

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MALEFIZ

Nach Monopoly war Malefiz das Spiel, dass in der DDR am häufigsten kopiert worden ist. Zentrale Aufgabe des Spiels ist es gewesen, die Mauer(n) zu beseitigen. Entscheidender Haken einer DDR-Allegorie: bei Malefiz kämpfte man sich im Alleingang durch die Mauern, die in den Weg gestellt wurden.

Deutsche Einheit im Ausland

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Malefiz

Deutschland war geteilt, doch persönliche Beziehungen blieben trotz Mauer bestehen. Da der Raum getrennt war, schafften die Bürger der BRD und DDR sich ihren Raum der Begegnung. Ein essentieller Teil deutsch-deutscher Trennungsgeschichte fand damit im Ausland statt. Kortinas Malefiz ist ein Fundstück, dass genau von dieser Zeit und dem Urlaub erzählt.

Kleine Tränen und „Kackhaufen“

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MALEFIZ
 
Schon Hartmuts Spielekoffer ist ein ganz besonderes Stück in der Sammlung von NACHGEMACHT. Das Gespräch über sein Hennickendorf-Monopoly zeigt in welchem Maße die persönlichen Lebenserfahrungen in der DDR Einzug in den ganz alltäglichen Gegenstand des Spiels gehalten haben. Doch diese Erfahrungen müssen keineswegs nur politisch sein. 

Konserviert in Frischhaltefolie

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Sagaland, Malefiz, Mitternachtsparty


Aus Berlin haben wir drei tolle Spiele von Michael bekommen: Holz, darauf Tapete, Farbe und viel Liebe zum Detail – und darauf sogar noch Frischhaltefolie.

Woher kamen die Vorlagen?

Bei der Recherche nach nachgemachten Spielen aus der DDR stellt sich uns immer wieder die Frage, woher die Vorlagen kamen. Irgendjemand musste doch wissen, wie das Spiel aussah und vor allem, wie es gespielt wurde. Matthias aus Zwickau berichtete uns, dass er selbst für einige Spiele gar kein Original zur Hand hatte, sondern lediglich eine Kopie, von der er dann wiederum eine eigene weitere Kopie anfertigte. In diesem Prozess veränderten sich Details des Spiels, kleine Fehler schlichen sich ein, wie beim “Stille-Post”-Spiel. In seinem Fall wurde die “Schloßallee” von Monopoly zur “Schloßstraße”, was aber dem Spiel selbst keinen Nachteil bereitete.

Wir besuchten den Spielesammler und ehemaligen Bastler Michael in Berlin-Hohenschönhausen. Er erzählte uns, woher die Vorlagen seiner Spiele kamen und durften ihn dabei filmen.


Autor: Richard

Das "gute Westgeld" für die Originale? Dann doch lieber selbst basteln. Sagaland, Monopoly und Malefiz

Hallo,

schön, dass jemand die Nachgemachten Spiele ins rechte Licht rücken will- gern hätten auch wir die Originale gespielt, aber dafür das "Gute Westgeld" ausgeben?

Wie bei Anderen auch, war das erste nachgemachte Spiel in den 60-er Jahren Monopoly. Nachdem wir das bei Freunden, die das Original hatten, wochenlang gespielt haben, setzten sich mein Bruder und ich hin und haben Mittels Stanzeisen aus harter Pappe unterschiedlich große "Münzen" ausgestanzt und mit Geldzahlen beschrieben. Die Hauskarten und Mietpreise - in etwa - uns ausgedacht bzw. aus dem Gedächtnis nachvollzogen. Von diesem ersten Spiel, welches nur wir Kinder spielten, ist heute nach 45 Jahren nichts mehr da. Auch bekamen wir doch irgendwann das "richtige" Monopoly, welches dann jahrelang in der Familie bespielt wurde.


Nachdem ich dann selbst Familie und Kinder hatte, sahen wir ein Original des schönen Spiels Sagaland in den Gemeinderäumen unserer Pfarrei. Das auszuleihen und den Spielplan mittels Tuschezeichnung hochzuzeichnen (auf Transparent zu kopieren) war ein Leichtes. In der Lichtpauserei eines VEB-Betriebes wurden mehrere Lichtpausen von dem Original gezogen (Kopierer gab es in den achziger Jahren noch nicht). Als Spielkarten dienten uns ein Schwarzer-Peter-Spiel, welches wir in der Tschechei (CSSR) im Laden fanden. Die kleinen Bildchen am oberen Rand der Karte wurden, wie schon beim Monopoly vor vielen Jahren, mit dem Stanzeisen ausgeschnitten und auf kleine Holzdübel, aus dem Werkzeugladen, aufgeklebt. Die Holzdübel mittels grüner Farbe (Filzstiften) angemalt und lackiert sehen aus wie kleine Tannenbäumchen. Die passenden Kärtchen aus dem Schwarzer-Peter-Spiel dienten als Talon, den man mit der Spielfigur, die aus einem Uralt-Spiel stammte, erreichen musste. Übrig blieben die Karten aus denen man vorher das Sinnbild herausgestanzt hatte, da die Bilder ebenfalls "schön" aussahen, verwendete ich sie als Märchenfiguren für den Zauberwald im "Sagaland".

Das Spiel hat uns mit unseren heranwachsenden Kinder immer viel Freude bereitet und es kam weniger Streit auf als bei Malefiz welches auf ähnliche Weise hergestellt wurde (Hochzeichnen und Lichpause auf Sperrholz kleben). Da habe ich die oben erwähnten Holzdübel nur anders angemalt mit roten Streifen, so dass die "Barrikaden" wie Verkehrskegel aussehen. Das Spielbrett dazu, ist wohl beim letzten Umzug abhanden gekommen.

Bei alldem ist mir bewusst, dass heutzutage solcherlei Kopien dem Hersteller schaden. Seit 20 Jahren hab ich auch kein Spiel mehr kopiert, meine Kinder haben für sich die Welt der elektronischen Spiele entdeckt und ich spiele meistens nur Skat, das geht auch auf dem PC (läuft noch als DOS-Anwendung-ist aber besser als die Windows-Version)

Autor: Johannes

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