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Bürokratopoly – Ein Spiel aus der DDR Opposition

Bürokratopoly – Ein Spiel aus der DDR Opposition

BÜROKRATOPOLY
www.buerokratopoly.de

1983 erfand Martin Böttger „ein Gesellschaftsspiel mit negativ-feindlichem Charakter, das angebliche Wege zur Erlangung und zum Verlust von Macht in der DDR aufzeigt“, so beschrieb es die Stasi in ihrer Akte zum Spiel. Ziel von Bürokratopoly ist es vom einfachen Arbeiter aufzusteigen bis zum Generalsekretär. Herausgegeben wird das Spiel vom DDR Museum. Lehrer können es ab sofort kostenfrei gemeinsam mit umfangreichen Begleitmaterialien bestellen.

Bereits in der DDR wurde Bürokratopoly gern in Kreisen von Oppositionellen gespielt, wie zum Beispiel bei Familie Poppe oder Bärbel Bohley. Ohne das Zutun des Spieleautors Martin Böttger, verbreitete sich das Spiel über die ganze DDR. Aufgrund seines brisanten Inhaltes blieb es jedoch bei diesen von Hand gefertigten Kopien. Nun jedoch, 30 Jahre später wird das Spiel neu aufgelegt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.





Initiiert wurde das Vorhaben von „Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR“, Herausgeber ist das DDR Museum. Das beiliegende Unterrichtsmaterial wurde von capito – Agentur für Bildungskommunikation entwickelt. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der Stiftung Aufarbeitung, sowie den Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen in Berlin und Sachsen und dem Verein Spiel des Jahres.

Da das Spiel speziell für Schulen überarbeitet wurde, können Lehrer es für ihre Klasse kostenfrei bestellen über bestellung@buerokratopoly.de. Privatpersonen erhalten es für eine Gebühr von fünf Euro plus Versand. Das dazugehörige Spielmaterial, wie Figuren und Würfel, kann bestellt werden über www.buerokratopoly.de/spielmaterial. Viele Weitere Informationen zum Spiel, Hinweise für Lehrer, Videos mit Zeitzeuge Martin Böttger und Historiker Stefan Wolle, finden Sie auf www.buerokratopoly.de.

Bürokratopoly

Autor: Geis 



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