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Der Herr der Spiele

NACHGEMACHT - Spielekopien aus der DDR: Rudolf Rhle RUDOLF RÜHLE

Spiele können uns etwas über uns und unsere Geschichte erzählen. Dem Sammeln von Spielen hat sich Rudolf Rühle schon vor langer Zeit angenommen. Mittlerweile besitzt er eine Kollektion, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Der Ehrenvorsitzende der Europäischen Spielesammlergilde nennt die größte Sammlung von Spielen aus der DDR sein Eigen und wir haben ihn getroffen und befragt.

Beim Betreten des kleinen Zimmers in der oberen Etage von Rudolf Rühles Heim in Bonn gewinnt man den Eindruck, eine Schatzkammer zu entdecken. Spiele türmen sich an den Wänden, dem Fußboden, in Regalen und über der Tür bis unter das Dach und lassen nur einen schmalen Gang zum Laufen. Bunte Kartons aus allen Zeiten der Spielegeschichte, geben einen chaotischen Anblick ab. Doch der Schein trügt, denn Rudolf Rühle weiß genau, wo sich welches der etwa über 20.000 Spiele befindet. Genauer gesagt, weiß es sein Computer, dessen Datenbank den Ort eines Spieles anzeigen kann. Diese Stapeln sich in mehreren Schichten, wodurch nur ein Teil der Spiele überhaupt zugänglich ist. 

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Mittelpunkt seiner Sammelleidenschaft stellen Spiele aus der DDR dar. Rühle schätzt, dass damals insgesamt 5.000 verschiedene Spiele hergestellt wurden. Ungefähr 3.500 davon befinden sich in seiner privaten Sammlung, in der es auch nachgemachte Spiele gibt. Für uns suchte er diese heraus, sodass wir sie hier auf dem Blog vorstellen können. Eines davon haben wir bereits gezeigt, nämlich das von Wolfgang Großkopf gebaute „Karriere“, welches eine Kopie von Martin Böttgers „Bürokratopoly“ war. 

Dass, Rudolf Rühle nicht „nur“ ein Kenner von DDR Spielen ist, sondern auch Einiges zum Nachmachen von Spielen sagen kann, ist in der Ausgabe 5/2012 der SPIELBOX nachzulesen. Unter der Überschrift „Selbst ist der Bastler“ beschreibt er, ausgehend von unserer Ausstellung, wie das Phänomen des selber Bastelns, sich durch alle Zeiten zog. Ob nach dem Krieg, zu Zeiten schlechter Produktionsbedingungen oder eben in der DDR, motivierte ein Mangel die Menschen ihre Spiele selbst anzufertigen. Wir bedanken uns herzlich für den Beitrag.



Heute möchten wir ein Audio-Interview mit ihm vorstellen, in welchem wir wissen wollten, warum es wichtig ist, Spiele zu sammeln. Dabei standen wir inmitten von tausenden Spielen, wo bereits die kleinste Bewegung eine Lawine auslösen konnte – wie man gleich zu Beginn der Aufzeichnung hören kann... Nichts ging zu Bruch und so befragten wir Rudolf Rühle auch mit der Kamera zu den Spielen der DDR. Diese Videos werden in den nächsten Wochen hier auf dem Blog veröffentlicht. Eine Übersicht bisher veröffentlichter Interviews, ist im Bereich Media zu finden. Zunächst also ein Audioschnippsel von unserem Treffen mit ihm und einigen wenigen Geschichten von vielen, die seine Spiele noch erzählen können. Hier noch ein Bild von der wohl beeindruckendsten Wand seines Zimmers: Über 4 Meter hoch, stapeln sich hier mehrere Schichten Spiele hintereinander. Das Foto musste aus fünf Einzelfotos zusammenmontiert werden. Ist eines eurer Lieblingsspiele dabei?
   
NACHGEMACHT - Spielekopien aus der DDR: Rudolf Rhle Spielewand


Autor: Geis




Kommentare:

  1. Als Kind habe ich Tischfussball geliebt und er hat mindesten 3 davon :)

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  2. Viel mehr! Schauen Sie hier: http://www.e-s-g.eu/Sammlungen/Themen/TIPPKICK.htm

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